Kostenrechnung · Grundlage

Fixkosten & variable Kosten –
einfach erklärt

Die Unterscheidung zwischen Fixkosten und variablen Kosten ist das Fundament der gesamten Kostenrechnung. Ohne dieses Verständnis lässt sich weder der Deckungsbeitrag noch der Break-Even korrekt berechnen.

✓ Klare Erklärung mit Beispielen ✓ Prüfungsrelevante Anwendung ✓ Verknüpfung mit DB & Break-Even ✓ Für WBQ & HQ

Fixkosten – unabhängig von der Menge

Fixkosten entstehen unabhängig davon, wie viel produziert oder verkauft wird. Sie fallen auch dann an, wenn kein einziges Produkt hergestellt wird.

🏢

Miete & Pacht

Fallen monatlich an – unabhängig von Auslastung und Produktion.

👤

Grundgehälter

Fixe Lohnbestandteile, die nicht an die Stückzahl gebunden sind.

📉

Abschreibungen

Wertminderungen von Maschinen – zeitabhängig, nicht mengenbezogen.

🛡️

Versicherungen

Feste Jahresprämien, unabhängig von der Betriebsleistung.

Variable Kosten – mengenabhängig

Variable Kosten steigen mit der Produktionsmenge – bei mehr Produktion mehr Kosten, bei weniger Produktion weniger.

🪵

Materialverbrauch

Jedes produzierte Stück verbraucht Rohstoffe – typisch proportional variable Kosten.

Energiekosten (variabel)

Maschinenenergie bei laufendem Betrieb – schwankt mit der Auslastung.

📦

Verpackung

Pro verkauftem Stück anfallende Verpackungskosten.

🔧

Akkordlöhne

Stückbezogene Lohnanteile der Fertigungsmitarbeiter.

Warum diese Unterscheidung so wichtig ist

Fixkosten und variable Kosten bilden die Basis für alle wichtigen Kalkulationsschritte in der Prüfung:

1
Deckungsbeitrag

DB = Erlös − variable Kosten → Deckungsbeitrag. Fixkosten spielen hier noch keine Rolle.

2
Break-Even

BEP = Fixkosten ÷ Stück-DB. Erst hier kommen die Fixkosten ins Spiel.

3
Preisuntergrenze

Kurzfristig = variable Kosten. Langfristig = variable Kosten + Fixkostenanteil.

4
Kostenverläufe

Bei steigender Menge sinken die fixen Stückkosten – variable Stückkosten bleiben konstant.

Häufige Fragen

Was sind Fixkosten?

Fixkosten sind Kosten, die unabhängig von der Produktions- oder Absatzmenge anfallen. Beispiele: Miete, Gehälter, Abschreibungen, Versicherungen.

Was sind variable Kosten?

Variable Kosten verändern sich proportional zur Produktionsmenge. Beispiele: Materialverbrauch, Fertigungslöhne (wenn stückbezogen), Verpackungskosten, Energieverbrauch.

Warum ist die Unterscheidung für die Prüfung wichtig?

Deckungsbeitrag, Break-Even, Preisuntergrenze und Sortimentsentscheidungen basieren alle auf dieser Unterscheidung. Wer Fixkosten und variable Kosten nicht sauber trennt, macht systematisch Fehler.

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